Oblaten

Wer ist das nun eigentlich?


Die Missionare Oblaten der Makellosen Jungfrau Maria sind eine missionarische Ordensgemeinschaft der katholischen Kirche. Gegründet wurde sie vom heiligen Eugen von Mazenod, der im Jahr 1782 in Aix-en-Provence geboren wurde. Er stammte aus einer Adelsfamilie und musste darum beinahe seine gesamte Jugend auf der Flucht vor der französischen Revolution im Exil in Italien verbringen. Zurück in Frankreich erlebte er die Folgen der Revolution: der Glaube der Menschen war beinahe erloschen, die Kirche Frankreichs in einem schlimmen Zustand. Seine Liebe zu Christus und zur Kirche bewegte ihn Priester zu werden, um "durch Wort und Beispiel den Glauben neu zu erwecken."

Eugen sammelte die Jugendlichen der Stadt Aix um sich, um sie zum Glauben zu führen, er wirkte als Seelsorger im dortigen Gefängnis und er predigte vor allem den Armen, die kein Französisch verstanden, im provencalischen Dialekt.

Bald merkte er, dass er viel mehr erreichen könnte, hätte er einige Gleichgesinnte, die mit ihm zusammen leben und arbeiten. Er gründete die "Missionare der Provence". Ihre Hauptaufgabe war es, der Landbevölkerung Volksmissionen zu predigen. Bald schon wurde die Gemeinschaft größer und 1826 unter dem Namen "Missionare Oblaten der Makellosen Jungfrau Maria" von Papst Leo XII. anerkannt.

Eugens Eifer für das Heil der Seelen zu wirken, brachte ihn 1841 dazu Missionare nach Kanada zu schicken, um unter den Ureinwohnern das Evangelium zu verkünden. In den folgenden Jahren gingen Oblaten auch in die USA, nach Ceylon und Afrika, aber auch in Europa breitete sich die Gemeinschaft weiter aus. Seit 1895 sind sie in Deutschland tätig.

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Alles muss gewagt werden, das Reich des Erlösers auszubreiten, das Reich der Hölle zu zerstören, die Menschen zu echten Christen zu formen und auf den Weg der Heiligkeit zu führen. 

(Hl. Eugen von Mazenod, Vorwort zu den Satzungen und Regeln der Missionare Oblaten der Makellosen Jungfrau Maria)