Oblaten

Zur Ehre Gottes. Im Auftrag der Kirche. Zum Heil der Menschen.

Oblaten sind heute weltweit in über 70 Ländern auf allen fünf Kontinenten tätig. Zu unserer Gemeinschaft gehören über 3.900 Oblaten, darunter 640 Scholastiker (Oblatenstudenten) und Brüder in der Erstausbildung, außerdem 130 Novizen.

Grundlage unserer Arbeit und unseres Lebens ist das Charisma unseres Stifters des Hl. Eugen von Mazenod: "Den Armen das Evangelium zu verkünden hat Gott mich gesandt". Wie Eugen von Mazenod vor allem zu den Armen und Verlassenen ging, so wollen auch wir das Evangelium dort verkündigen, wo die Menschen noch nie davon gehört haben oder wo der Glaube nicht mehr die erste Stelle hat.

In Deutschland sind Oblaten auf vielerlei Weisen missionarisch tätig. Wir führen Volks- und Gemeindemissionen durch, engagieren uns in der missionarischen Jugendarbeit, machen missionarische Seelsorge in Pfarreien, Schulen, Krankenhäusern oder Gefängnissen und bieten Exerzitienkurse an. Weltweit arbeiten Oblaten in den Missionsgebieten in Afrika, Lateinamerika und Asien, mit dem Ziel, die Menschen zu Christus zu führen, den Glauben zu vertiefen und Gemeinden aufzubauen, so dass eine eigene Ortskirche entstehen kann.

Dabei ist unser Leben geprägt von der Verwurzelung in Christus, ohne die jedes Wirken und Mühen nach aussen sinnlos wäre. In den Gemeinschaften, in denen wir zusammen leben, treffen wir uns mehrmals täglich zum gemeinsamen Gebet und zur Feier der Eucharistie. Die Gemeinschaft hat einen hohen Stellenwert, und so sind vor allem die gemeinsamen Mahlzeiten, aber auch verschiedene Punkte im Tagesablauf wichtig, um sich auszutauschen, und gemeinsam zu versuchen, das Evangelium zu leben. Vorbild für unser Leben sind die Apostel, die von Jesus auserwählt wurden, um mit ihm zu sein und die er aussandte um zu predigen. (Vgl. Mk 3,14) So wollen auch wir uns um Jesus versammeln, um bei ihm zu sein, und dann hinausgehen zu den Menschen, um ihnen das Evangelium zu verkünden.

Sie sind berufen, Mitarbeiter des Erlösers zu sein, Miterlöser des Menschengeschlechts. Obwohl im Augenblick ihre Anzahl klein ist und die dringenden Nöte der Leute rundum wachsen, sollen sie den Bereich ihres Eifers beschränken, zunächst auf die Armen unseres ländlichen Gebietes und andere. Ihre Bestrebungen aber sollten in heiligem Ehrgeiz die riesige Weite der ganzen Welt umfassen.

(Hl. Eugen von Mazenod, Nota bene zu den Satzungen und Regeln von 1818)