Unsere Ausbildung

Voraussetzungen

Wer bei uns eintreten möchte, muss einige Voraussetzungen erfüllen: er muss katholisch sein, mindestens 18 Jahre und höchstens 35 Jahre alt sein und Abitur oder eine abgeschlossene Berufsausbildung mitbringen. Er darf nicht verheiratet sein, muss psychisch und physisch gesund und belastbar sein und darf keine anderen Verpflichtungen haben, die ihn auf Dauer binden würden.

 

Vornoviziat und Noviziat

Wer diese Voraussetzungen erfüllt und Anzeichen für eine Berufung als Oblate zeigt, kann das Vornoviziat beginnen. Das Vornoviziat dauert in der Regel zwei Jahre. Hier lernt man das Gemeinschaftsleben näher kennen und bekommt eine Einführung in das Ordensleben. Wer Priester werden möchte studiert während der zwei Jahre Vornoviziat Theologie an der Theologischen Fakultät in Fulda. Wer vor hat Bruder zu werden, wird im ordensinternen Teil des Vornoviziates gemeinsam mit den Priesteramtskandidaten ausgebildet. Anstelle des Theologiestudiums gibt es die Möglichkeit sich beruflich fortzubilden. Nach diesen zwei Jahren kann der Kandidat ins Noviziat aufgenommen werden. Der zweite Schritt der Ausbildung ist nun das Noviziat. Es  ist eine Zeit der intensiven Beschäftigung mit Fragen der eigenen Spiritualität, des Ordens- und Gebetslebens. Das Noviziat dauert dreizehn Monate, vier Wochen davon verbringen die Novizen mit einem Praktikum außerhalb des Klosters. Am Ende des Noviziates stehen die Ersten Gelübde von Armut, Keuschheit und Gehorsam, die zuerst für ein Jahr abgelegt werden.

 

Scholastikat und Brüderjuniorat

Wer die Ersten Gelübde abgelegt hat und Priester werden will, setzt nun sein Theologiestudium im Ausland fort. Als Scholastiker, wie sich der Ordensmann in dieser Zeit seiner Ausbildung nennt, lebt er zusammen mit anderen Studenten der Ordensgemeinschaft in einem Studiehaus, dem Scholastikat. Die Studenten kommen aus verschiedenen Teilen Europas oder sogar aus der ganzen Welt. Gemeinsam studieren Sie an einer Universität Theologie, machen Praktika, nehmen an Gemeindemissionen teil und helfen in der Jugendarbeit mit. Nach fünf bis sieben Jahren beenden sie das Studium mit einem Abschluss in Theologie. Etwa zu dieser Zeit legt man die Ewigen Gelübde ab und es folgt die Diakonweihe.

Die jungen Brüder, die die Ersten Gelübde abgelegt haben, machen eine berufliche Aus- oder Weiterbildung. Auch sie nehmen an missionarischen Projekten teil, verbleiben aber in der Regel in der Mitteleuropäischen Provinz.

Dieser Geist der Ganzhingabe für die Ehre Gottes, den Dienst an der Kirche und das Heil der Seelen ist der charakteristische Geist unserer Kongregation, die zwar klein ist - das ist wahr - die aber immer stark sein wird in dem Maße, wie sie heilig ist. Unsere Novizen müssen sich ganz von diesen Gedanken durchdringen lassen.

(Hl. Eugen von Mazenod an Pater Tempier, 22. August 1817)