Patres und Brüder

Als Ordensleute leben wir in Gemeinschaft, weil wir durch unser Leben etwas sagen wollen. Wir wollen Zeugnis geben für Jesus Christus, den Menschen das Evangelium verkünden. Daran arbeitet jeder auf seine Weise, mit seinen persönlichen Fähigkeiten und Stärken mit. 

Die Gemeinschaft der Oblaten kennt dabei zwei Berufungswege:

Über 2.900 Priester verkünden Christus durch Predigt, Glaubensunterweisung und Sakramentenspendung. Nach dem Theologiestudium arbeiten sie in vielfältigen seelsorglichen Aufgaben. Wer als Pater in unserer Gemeinschaft lebt, arbeitet zum Beispiel in der Volks- oder Gemeindemission oder ist in der Jugendarbeit tätig. Andere arbeiten in der Seelsorge an Schulen, in Krankenhäusern und Gefängnissen und auch in der Pfarrseelsorge und als Exerzitienleiter sind unsere Patres tätig.

Über 350 Brüder leben als Missionare in unserer Gemeinschaft. Sie arbeiten als kompetente Fachmänner in handwerklichen, kaufmännischen oder hauswirtschaftlichen Bereichen unserer Klöster. Nach dem Noviziat machen sie eine berufliche Aus- oder Weiterbildung.

Die Ausbildung orientiert sich an der Begabung des Einzelnen. Unsere Brüder arbeiten oft eher im Hintergrund, und doch würde vieles ohne sie nicht funktionieren. Sie sind als Koch, Bäcker oder Schreiner, in der Krankenpflege oder als Ökonome, als Hausmeister oder in der Verwaltung und an vielen anderen Stellen tätig. Auch in den Missionsgebieten sind und waren ihre handwerklichen und praktischen Fähigkeiten sehr wichtig.

Alle leben in Gemeinschaften zusammen. Patres und Brüder treffen sich mehrmals täglich zum gemeinsamen Gebet und zur Feier der Eucharistie, sowie zu den Mahlzeiten.

Sie müssen sich allen Ernstes bemühen, Heilige zu werden. Sie müssen sich selbst gänzlich verleugnen und nur die Ehre Gottes, das Wohl der Kirche und die Auferbauung und das Heil der Menschen suchen.

(Hl. Eugen von Mazenod, Vorwort der Satzungen und Regeln der Missionare Oblaten der Makellosen Jungfrau Maria)